Einweisung in Gasmessgeräte

Einweisung in Gasmessgeräte

Einweisung in Gasmessgeräte

Am Montag, den 19.01.2009 begaben sich einige Aktive der Freiwilligen Feuerwehr Arzell zu einer gemeinsamen Einweisung der Feuerwehren Eiterfeld, Arzell und Wölf in die Technik der Gasmessgeräte in das Feuerwehrhaus nach Wölf. Dort wurden von einem Feuerwehrkameraden der Wölfer Wehr, der selbst bei einem örtlichen Gasunternehmen tätig ist, Grundkenntnisse über das Erdgas vermittelt. Anhand einer Präsentation zeigte er zuerst die von Gas ausgehenden möglichen Gefahren, ging dann auf die chemische Zusammensetzung des Erdgases ein und erklärte zuletzt die Prüftechnik der Gasmess-, Gaswarn- und Gasspürgeräte. 

Von den Feuerwehren werden nur die Gasmessgeräte verwendet, denn einziges Ziel ist es, zu messen, ob ein Explosionsfähiges Sauerstoff-Gasgemisch vorhanden ist. Hierbei ist zu beachten, dass das bei uns vorkommende Erdgas eine Untere Explosionsgrenze (UEG) von 4,4 Vol. % und eine obere Explosionsgrenze (OEG) von ca. 15 Vol. % besitzt. Diesen Explosionsbereich verbildlichte der Vortragende mit einem fiktiven Würfel, der 1000 Liter (= 1 m³) Luft beinhaltet, also die Maße 1 x 1 x 1 Meter besitzt. Füllt man nun in diesen Würfel langsam Erdgas ein, so ist die untere Explosionsgrenze, also die Grenze, ab wann das Gas-Luft-Gemisch explodieren kann erreicht, wenn in diesem Würfel ca. 44 Liter Gas eingefüllt wurden. Wenn jedoch mehr als 150 Liter Gas eingefüllt werden, so ist das Gas-Luft-Gemisch zu „fett“ und es kann keine Explosion mehr stattfinden. Um nun zu wissen, was für eine Konzentration von Gas vorliegt, werden die Gasmessgeräte verwendet. Diese warnen, wenn es „gefährlich“ werden könnte, bzw. gewisse Normwerte überschritten werden.

Auf die Technik der Gasmessgeräte wird nicht näher eingegangen, es bleibt jedoch festzuhalten, dass es sowohl die verschiedensten Funktionen, Hersteller und Geräte gibt. Was jedoch alle gemeinsam haben ist: Sie zeigen an, ob Gas vorhanden ist oder nicht.

Nach einer kurzen Verschnaufpause für den Referierenden und eine damit verbundene Trinkpause für die Zuhörer, ging es an die Praxis.

Hierfür wurden verschiedenste Gasmess-, Gasspür- und Gaswarngeräte mit einem Testgas kontaminiert, um deren Reaktion zu testen. Nachdem alle Geräte ausprobiert, einige angeschaut und ausgiebig getestet wurden, begaben sich die Zuhörer nach ca. 90 min. wieder nach Hause.

Von 31 an dieser Veranstaltung teilnehmenden Feuerwehrangehörigen, nahm die Feuerwehr Arzell mit 13 Aktiven teil.

Auf diesem Wege nochmals ein Kompliment und Dankeschön an den Referenten.