Standarte

Im Zuge des Gemeindefeuerwehrtages 1990 in Arzell wurde die Vereinsstandarte geweiht, die die Vereinsmitglieder seit diesem Tag bei Freud und Leid begleitet. Auf der Standarte befindet sich das Motto „allzeit bereit“. Des Weiteren zeigt die Standarte das Bild der katholischen Pfarrkirche St. Franziskus-Xaverius Arzell, das Vereinswappen der Marktgemeinde Eiterfeld sowie das Wappen der Freiwilligen Feuerwehr Arzell.

Chronik


Hier gibt es die originale Chronik zum Download als PDF-Datei (ca. 6,74 MB) Chronik downloaden (PDF-Format)


Inhalt: (Themen anklicken, um dorthin zu gelangen)

Wissenswertes und Interessantes

Geschichtlicher Rückblick

Aktive Jugendfeuerwehr

Ereignisreiche siebziger Jahre

Eintrag ins Vereinsregister und Investitionen des Vereins

Einsatzstatistik

Patenwehr Rosa/Georgenzell

Vereinsstandarte geweiht

Neues Feuerwehrgerätehaus

Fotos

Wissenswertes und Interessantes

365 Tage im Jahr, rund um die Uhr, sind die Mitglieder der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Arzell e. V. bereit, ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern in Gefahr zu helfen.

Längst geht es nicht mehr nur um die Bekämpfung von Bränden. Vielmehr kommen die Feuerwehrleute bei den verschiedensten technischen Hilfeleistungen zum Einsatz. Ob es um die Beseitigung von Ölspuren, die Bergung von Verletzten bei Verkehrsunfällen, die Beseitigung von Hochwasserschäden oder um das Ausleuchten von Einsatzstellen geht, für alle diese Fälle stehen die Feuerwehraktiven in ständiger Bereitschaft. Die Alarmierung erfolgt in der Regel durch die Leitfunkstelle Fulda nach dem dortigen Eingang von Notrufen Hilfesuchender, meist unbemerkt von der Öffentlichkeit, da die Aktiven über Meldeempfänger verfügen. Diese Empfangsgeräte ermöglichen auch eine schnelle Alarmierung der Einsatzkräfte tagsüber, wenn sich die Freiwilligen an ihren Arbeitsstellen befinden.

Damit Einsätze erfolgreich verlaufen können, ist aber neben dem Personal auch eine zeitgemäße technische Ausstattung notwendig. Die Feuerwehr Arzell verfügt über ein Tragkraftspritzenfahrzeug des Typs Mercedes- Benz, der mit Tragkraftspritze, Schlauchmaterial sowie allen notwendigen Armaturen zur Brandbekämpfung ausgerüstet ist.

Motorsäge, Schneid- und Brechwerkzeug für Verkehrsunfälle gehören ebenso zur Ausrüstung auf diesem Fahrzeug wie die komplette Ausstattung für Atemschutzgeräteträger. Das Fahrzeug bietet einer Staffelbesatzung von sechs Personen Platz.

Des Weiteren steht der Einsatzabteilung ein Mannschaftstransportfahrzeug zur Verfügung. Hiermit können bis zu neun Einsatzkräfte befördert werden. Das Fahrzeug ist mit komplettem Verkehrssicherungsgerät. Stromaggregat, Flutlicht und Handfeuerlöschern ausgerüstet.

Beide Fahrzeuge sind mit eingebauten Sprechfunkgeräten ausgestattet und hierüber mit der Leitfunkstelle Fulda, untereinander aber auch mit Nachbarfeuerwehren und dem Rettungsdienst verbunden.

Dies ist der heutige Ausrüstungsstand nach 40jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Arzell. Die Feuerwehr Arzell ist aber auch nicht nur Hilfsinstitutionen, sondern auch Kulturträger. Zahlreiche Veranstaltungen wurden im Laufe der Vereinsgeschichte durchgeführt. Seit mehr als 10 Jahren ist das Backhausfest der Feuerwehr fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders der Marktgemeinde Eiterfeld.

Geschichtlicher Rückblick

Wie hat sich die Feuerwehr Arzell im Laufe der Zeit entwickelt? Nachfolgend ein kurzer Rückblick. Dieser kann und soll keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Viele Punkte können nur kurz gestreift, andere gar nicht angesprochen werden.

Am 03. Dezember trafen sich etwa 30 junge Arzeller Bürger und gründeten die Freiwillige Feuerwehr Arzell. Dies war aber nicht der eigentliche Anfang einer Feuerwehr Arzell.

Es ist uns bekannt, dass die Pflichtfeuerwehr Arzell bereits schon 1909 eine Handdruckspritze benutzte. Da diese selbstständig saugen konnte, war die damalige Pflichtfeuerwehr sehr modern ausgerüstet. Das genaue Gründungsdatum der Pflichtfeuerwehr konnte durch den Verfasser leider nicht ermittelt werden.

Von den Gründungsmitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr konnten während der Einweihungsfeier des neuen Feuerwehrhauses und des Kommersabend zum 40jährigen Bestehen am 03. Dezember 1995 geehrt werden:

für 40 Jahre Mitgliedschaft:

August Giebel

Josef Hohmann

August Kiel

Heinrich Kircher

Josef Most

Karl Most

Rudolf Vogt

Gerhard Weber

Für 25jährige Mitgliedschaft:

August Abel

Wilhelm Gerk

Georg Gliebert

Paul Goldmann

Willi Gombert

Heinrich Hahn

Erich Käsmann

Elmar Kiel

Josef Rest

Florenz Weber

Richard Weber

Karl Wieder

Monika Qualitz

Hermann Zentgraf

Paul Zentgraf

Manfred Zimmermann

Für 20 Jahre Mitgliedschaft:

Karl-Josef Bein

Adalbert Giebel

Franz Giebel

Ottmar Griesel

Helmut Rest

Für 15 Jahre Mitgliedschaft:

Stefan Abel

Andreas Gerk

Jörg Giebel

Bernd Günther

Jürgen Hohmann

Thomas Weber

An ihrem 40. Geburtstag hatte die Feuerwehr Arzell 106 Mitglieder. Davon gehörten 24 der Einsatzabteilung und 21 der Jugendfeuerwehr an. 61 Bürgerinnen und Bürger unterstützen die ehrenamtliche Tätigkeit mit ihrer passive Mitgliedschaft und somit die Beförderung des Leitgedankens

Die in 1955 gegründete Freiwillige Feuerwehr benutze die aus dem Jahre 1909 stammende Handdruckspritze noch bis zum Jahre 1961. Ein Tragkraftspritzenanhänger mit einer Tragkraftspritze, der von einem Traktor gezogen wurde, löste die Handdruckspritze ab und stellte einen wesentlichen Fortschritt dar

Zahlreiche Einsätze begleiteten die Geschichte der Feuerwehr Arzell. Meist waren es Klein- und Mittelbrände, zu denen die Wehr ausrücken musste. Auch zu Großbränden im eigenen Ort aber auch zu Unterstützung der Wehren in die Nachbarorte wurden die Arzeller Wehrleute gerufen.

Eine besonders schwere Katastrophe suchte jedoch Arzell am 19. Juli 1966 heim. Nach starken Gewittergüssen kam es zu einer Hochwasserkatastrophe, die ein Menschenleben forderte. Tagelang waren die Wehrmänner und zahlreiche weitere Helfer mit dem Beseitigen der Hochwasser folgen beschäftigt.

1967 wurde dann das erste Löschfahrzeug durch die Feuerwehr Arzell in Dienst gestellt. Die finanziellen Mittel für den Ankauf des gebrauchten Fahrzeuges wurden in voller Höhe aus der Vereinskasse aufgebracht.

Aktive Jugendfeuerwehr

Wohl eines der wichtigsten und nachhaltigsten Ereignisse in der Vereinsgeschichte überhaupt war die Gründung der Jugendfeuerwehr Arzell im Jahre1971. Während ihres 25jährigen Bestehens kann die Jugendfeuerwehr Arzell zahlreiche Erfolge vorweisen, wie z.B. die zweimalige Teilnahme an Landesentscheiden, bei Wettkämpfen und das Erringen von  Leistungsspangen. Aber der wohl wichtigste Erfolg ist die Tatsache, dass zahlreiche ehemalige Mitglieder der Jugendfeuerwehr heute der Einsatzabteilung angehören. Auch die Jugendfeuerwehren der Ortsteilwehren von Dittlofrod und Eiterfeld sind aus der Jugendfeuerwehr Arzell hervorgegangen. Zum 25. Gründungstag hatte die Jugendfeuerwehr Arzell 21 Mitglieder. Sie ist somit nach wie vor Garant für den künftigen ausreichenden Nachwuchs der Einsatzabteilung.

Neben dem praktischen und theoretischen Feuerwehrdienst wurden und werden in der Jugendfeuerwehr nach wie vor auch Sport, Spiel und Basteln großgeschrieben. Einen besonderen Höhepunkt bildet auch das jährlich stattfindende Zeltlager. Übungen, Wettkämpfe und die Abnahme der Leistungsspangen runden das Programm ab. Seit 25 Jahren ist Florenz Weber Jugendfeuerwehrwart. Ihm, seinen Stellvertretern, allen Betreuern und allen Jugendgruppenleitern ist es letztendlich zu verdanken, dass die Feuerwehr ohne Nachwuchssorgen ist.

Ereignisreiche siebziger Jahre

1971 wurde ein neues Löschfahrzeug in Dienst gestellt. Es handelt sich hierbei um ein altes Postauto, Marke Opel Blitz, das mit einem Gemeindezuschuss in Höhe von 5000-DM angekauft und in Eigenleistung zu einem Löschfahrzeug umgebaut wurde. Aus dem gelben Postauto wurde „Leuchti.“ Diesen Namen hatte es seiner neuen Signal-Tagesleuchtfarbe zu verdanken.

Im Jahre 1973 zog die Wehr nach vorübergehender Unterbringung der Feuerwehrgeräte in der Garage des damaligen Vorsitzenden in das neu errichtete Gerätehaus um. Das frühere Spritzenhaus in der Eitrastraße musste zuvor dem Ausbau der heutigen Landesstraße 3170 weichen.

Damals wie heute nimmt die Wettkampfgruppe an zahlreichen Wettkämpfen teil. Die Ausbildung der Einsatzkräfte erfolgt neben der Teilnahme an Lehrgängen auch durch permanente praktische und theoretische Ausbildung sowie Einsatzübungen in der Wehr.

Eintrag ins Vereinsregister und Investitionen des Vereins

Nach langen Vorbereitungen erfolgte am 09. Juni 1981 die Eintragung der Freiwilligen Feuerwehr Arzell in das Vereinsregister beim Amtsgericht Hünfeld. Seitdem trägt die Wehr das Kürzel „e.V.“ in ihrem Namen

Das heutige Tragkraftspritzenfahrzeug wurde am 01. Mai 1983 offiziell seiner Bestimmung übergeben und eingeweiht. Es löste das bisherige Löschfahrzeug ab. Mit diesem TSF verfügt die Wehr seit ihrem Bestehen zum ersten Mal über ein fabrikneues und genormtes Feuerwehrfahrzeug.

Schnell merkt man jedoch, dass das Tragkraftspritzenfahrzeug wegen der geringen Anzahl der Sitzplätze hauptsächlich zu Problemen bei der Ausbildung der Jungfeuerwehrleute aber auch bei Einsätzen führt. Immer wieder müssen für den Transport von Feuerwehrangehörigen und Gerät Privatfahrzeuge eingesetzt werden. Es wurde der Gedanke geboren, mit Vereinsmitteln ein Mannschaftstransportfahrzeug anzuschaffen.

1989 wurde die Idee in die Tat umgesetzt. Es wurde ein VW- Bus beschafft und in Eigenleistung zur Mannschaftstransportfahrzeug umgebaut. Die Zulassung erfolgte am 08. November 1989. Florian Eiterfeld- Arzell 19, wie das Fahrzeug in der Funksprache heißt, wurde in der Folgezeit auf Vereinskosten und durch Spenden der Aktiven weiter auf- und ausgerüstet. Versicherungen, Unterhaltung und Treibstoffkosten werden selbstverständlich auch aus der Vereinskasse getragen. Hierbei kam und kommt der Feuerwehr zu gute, dass die Wehr seit 1986 einmal jährlich ein Backhausfest durchführt. Die gesamten Erträge wurden und werden den satzungsrechtlichen Bestimmungen entsprechend in die Anschaffung und Unterhaltung von feuerwehrtechnischen Geräten investiert und dienen somit allen Bürgerinnen und Bürgern.

So wurden u.a. Funkgeräte, ein 7kV Stromaggregat ein Flutlichtmast, ein Flutlichtstrahler, Verkehrssicherungsgeräte und ein Nass-Trockensauger mit zusätzlicher feuerwehrtechnischer Ausrüstung für den Einsatz bei Hochwasser oder zur Beseitigung von Löschwasser und einigen chemischen Verbindungen zu 100% aus Eigenmitteln des Vereins beschafft. Bei zahlreichen Einsätzen, sei es bei Großbränden oder technischen Hilfsleistungen haben sich die angeschafften Geräte zwischenzeitlich bewährt. Sie dienen nicht nur den Feuerwehren selbst, sondern wie z.B. auch beim letzten schweren Verkehrsunfall dem Rettungsdienst bei der Versorgung der Verletzten und der Polizei bei der Unfallaufnahme.

Einsatzstatistik

Die Einsatzstatistik der Feuerwehr Arzell reicht von Kleinbränden über Großbrände bis zur technischen Hilfsleitung in vielfältiger Gestalt. Naturgemäß wird die Wehr im Jahresdurchschnitt ganz unterschiedlich oft alarmiert. So gab es während des 40jährigen Bestehens Jahre mit keinem Einsatz aber auch mit bis zu sieben Einsätzen im Jahr. Jedoch kam es auch schon zu drei Alarmierungen innerhalb von nur 22 Stunden. Wie zuletzt im August des Jubiläumsjahres. Hierbei handelte es sich um einen Kleinbrand, einen Verkehrsunfall mit zwei Leicht- und drei Schwerverletzten sowie ein Großbrand. Überhaupt haben die technischen Hilfeleistungen in den vergangen Jahren an Häufigkeit zugenommen und erfordern von den Einsatzkräften Fachkunde in vielerlei Bereichen.

Diese Beispiele zeigen, dass trotz relativ geringer Einsatzhäufigkeit die stetige Einsatzbereitschaft rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, gegeben sein muss. Dies auch gerade im Hinblick darauf, dass im März 1997 mit dem Bau einer rund 8 km langen Soleversenkleitung zwischen dem Kavernenstandort Reckrod und der Versenkbohrung bei Dittlofrod begonnen wurde. Durch diese Leitung soll über einen Zeitraum von bis zu maximal 18 Jahren ein Volumen von 350 000 Liter Sole/Stunde fließen. Rund 4,5 Kilometer der Leitung werden sich innerhalb des Wasserschutzgebietes Arzell und somit im Zuständigkeitsbereich der Feuerwehr Arzell, der im Falle einer Leckage der sogenannte „erste Angriff“ obliegt, befinden. Zur Verbesserung der Alarmierung tagsüber wurden deshalb bereits Meldeempfänger durch die Betreiberfirma Gas Union der Feuerwehr zur Verfügung gestellt. Diese kommen allen Bürgern zu gute da die Feuerwehr auch in sonstigen Notfällen durch die Leitfunkstelle Fulda alarmiert wird. Um jederzeit zumindest mit einer Staffelbesatzung ausrücken zu können, hat die Feuerwehr Arzell zwei weitere Meldeempfänger beschafft und Mitgliedern der Einsatzabteilung, die tagsüber in Eiterfeld oder in Arzell erreichbar sind, zur Verfügung gestellt.

Die hohe Motivation der Mitglieder in der Einsatzabteilung ist es letztendlich, die dafür sorgt, dass das erste Einsatzfahrzeug meist drei bis vier Minuten nach der Alarmierung zum Einsatzort ausrückt. Zur Motivation tragen viele Faktoren bei. Dazu gehören u.a auch Kameradschaft und Freundschaft untereinander aber auch mit anderen Wehren, insbesondere den Nachbarwehren aber auch zur Patenwehr.

Patenwehr Rosa/Georgenzell

Anlässlich des ersten deutsch- deutschen Gemeindefeuerwehrtags im Mai 1990 nahmen erstmalige Feuerwehrangehörige aus der früheren DDR an einem Festzug in der Gemeinde Eiterfeld teil. Im Rahmen dieses Gemeindefeuerwehrtages wurde die Patenschaft zwischen den Freiwilligen Feuerwehren Rosa/Georgenzell und Arzell begründet. Heute stellen wir fest, dass es eine sehr lebendige Patenschaft ist, Besuche und gegen Besuche sowie gemeinsame Veranstaltungen stattfinden.

Vereinsstandarte geweiht

Ein weiterer Höhepunkt des Gemeindefeuerwehrtages 1990 in Arzell war die Weihe der Vereinsstandarte, die die Vereinsmitglieder seit diesem Tag bei Freud und Leid begleitet. Auf der Standarte befindet sich das Motto „allzeit bereit“. Des Weiteren zeigt die Standarte das Bild der katholischen Pfarrkirche St. Franz- Xaver, das Vereinswappen der Marktgemeinde Eiterfeld sowie das Wappen der Freiwilligen Feuerwehr Arzell.

Neues Feuerwehrgerätehaus

Der bisher jüngste Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war die Übergabe und Weihe des neuen Feuerwehrhauses am 03. Dezember 1995. Ein hohes Maß an Idealismus, Leistungsbereitschaft und Kameradschaft waren es auch hier, die wie bisher bei allen Anschaffungen, Unterhaltungs- und Baumaßnahmen, zu immensen Eigenleistungen geführt haben.

Am 11. Juli 1995 begannen die Mitglieder der Einsatzabteilung mit einem Anbau an die bestehende Fahrzeugbox aus dem Jahre 1973. Innerhalb einer relativ kurzen Bauzeit von nur viereinhalb Monaten hatten die Aktiven mit Eigenleistungen von rd, 2500 Stunden die Baumaßnahme verwirklicht und zum Abschluss gebracht. Die insgesamt von der Wehr erbrachten Eigenleistungen von rd. 50 000, – DM waren damit ca. 13 000,- DM höher ausgefallen als ursprünglich geplant. Grund hierfür war, dass es sich während der Bauphase ergab, dass das gesamte alte undichte Flachdach per Hand abgetragen und eine neue Zwischendecke eingezogen musste. Der Wehr kam bei der Durchführung zugute, dass alle maßgeblichen Berufe in der Wehr vertreten sind und die Organisation und Durchführung der notwendigen Vorbereitungen und Arbeiten ebenfalls in den Händen der Wehrleute lagen Egal ob Elektro-, Installations- und Malerarbeiten, ob Estrich-, Fliesen-, Schreiner- oder Mauerarbeiten, es gab keinerlei Probleme in der Bauausführung.

Knapp 2 500 Stunden Eigenleistung innerhalb von nur 5 Monaten bedeuteten jedoch für die meisten Mitglieder der Einsatzabteilung in dieser Zeit keine freien Samstage, arbeitsreiche Feierabende bis hin zum Verbringen des Jahresurlaubes an der Baustelle. Dies alles war auch nur möglich, weil Familien, Ehepartner und Freunde den Aktiven Verständnis entgegenbrachten und sie technisch unterstützten und an der Baustelle versorgten.

Das Ergebnis dieser Aktivitäten kann sich sehen lassen. Die seit 1978 durch das Flachdach des alten Feuerwehrgerätehauses eindringenden Regengüsse gehören seit dem Um- und Erweiterungsbau der Vergangenheit an. Die Nutzfläche hat sich von ehemals 70 Quadratmetern auf jetzt 150 vergrößert. Ausrüstungsgegenstände und Übungsgeräte sind nicht mehr auf das Backhaus, die Scheune eines Landwirts und das alte Gerätehaus verteilt, sondern ordnungsgemäß im Feuerwehrhaus aufbewahrt und verfügbar. All dies war nur möglich geworden, indem die Verantwortlichen bei der Gemeinde, dem Landkreis und dem Land das Engagement der Arzeller Feuerwehrangehörigen erkannt und durch die Bereitstellung der nötigen Zuschüsse gewürdigt haben. Ihnen und allen, die die Freiwillige Feuerwehr Arzell in den 40 Jahren ihres Bestehens unterstützt haben, gilt Dank anlässlich des Gemeindefeuerwehrtages 1997 der Marktgemeinde Eiterfeld verbunden mit den Jubiläumsfeierlichkeiten der Jugendfeuerwehr und der Feuerwehr Arzell.

Fotos

 

 

© Freiwillige Feuerwehr Arzell e.V.- 1995 – Alle Rechte vorbehalten

Feuerwehr Arzell

Die Freiwillige Feuerwehr Arzell e.V. wurde am 03.12.1955 gegründet.

Im Laufe der Jahre hat sich die Vereinsstruktur, die Unterkunft, sowie die Technik der Freiwilligen Feuerwehr Arzell erheblich verändert. Wenn man an die erste Unterkunft und das erste Feuerwehrfahrzeug zurückdenkt, so liegen zwischen damals und heute Welten. Dies liegt jedoch auch an dem Fortgang der Zeit. Hatte man vor 50 Jahren meistens mit „normalen“ Bränden und Unfällen zu tun, so gibt es im heutigen Zeitalter der modernsten Technik und immer weiter voranschreitenden Gefahrenpotenzialen eine Fülle von neuen Aufgaben, die bewältigt werden müssen. Um den aktuellen Gefahren entsprechend gerecht werden zu können, besitzt die Freiwillige Feuerwehr Arzell für eine kleine Ortsteilwehr ein erstklassig ausgestattetes Feuerwehrfahrzeug. Da diese Technik jedoch nicht ohne den bedienenden Menschen funktioniert, und zudem auch einen gewissen Personalaufwand benötigt, üben die aktiven Mitglieder der Wehr regelmäßig mit den verschiedensten Geräten und Maschinen, um im Ernstfall mit gewohnten Handgriffen und einer zuverlässigen Geschwindigkeit arbeiten zu können.  Weiterlesen