TSF/W

 
 
Fahrzeugart:   Tragkraftspritzenfahrzeug – Wasser (TSF-W)  
Rufname:   Florian Eiterfeld 2/48
Fahrgestell:   Iveco Daily 65 C 15 D
Antriebsart:   Straße
Baujahr:   2004
Motor:   HdCi Diesel, 4 Zylinder in Reihe
Hubraum:   2800 ccm
Motorleistung:   107 kW (146 PS)
Aufbau:   Ziegler
Zul. Gesamtgewicht:   6300 kg
Besatzung:   1:5
Normbeladung:   750 Liter Wassertank
    Ziegler TS 8/8 Ultra-Power
Zusatzbeladung:   Schnellangriff 50m
Tempest- Hochleistungslüfter TCA16 Power-Compact
9kVA Stromaggregat
Pneumatischer Lichtmast 4,50m
Dreibeinstativ mit 2x1000W Scheinwerfer
Schaumausrüstung
Schnellangriffschaumausrüstung
Motorsäge
Tauchpumpe TP 4/1
Umfeldbeleuchtung

Gerätewagen (GW)

Neuer Gerätewagen für Feuerwehr Arzell

Arzell. Einen neuen Gerätewagen (GW-N) hat die Freiwillige Feuerwehr des Eiterfelder Ortsteiles Arzell jetzt in Dienst gestellt. Das Fahrzeug Iveco Daily ersetzt gleichzeitig das bisherige Mannschaftstransportfahrzeug vom Typ Ford, Transit und einen Transportanhänger.

Nachdem die Feuerwehr Arzell sich unterschiedliche Konzeptionen von verschiedenen Feuerwehrfahrzeugaufbauherstellern vorstellen ließ, entschieden sich die Verantwortlichen, das Fahrzeug durch den Feuerwehrfahrzeugaufbauhersteller Merkel, Reinhardshain nach ihren Wünschen aufbauen zu lassen. Der Gerätewagen bietet sieben Personen Platz. Außerdem führt das Fahrzeug das Beleuchtungsmodul, bestehend aus 2 Powermoon oder die Module für Hochwassereinsätze und die Ölschadensbekämpfung mit. Zur Ausstattung gehört neben dem eingebauten Funkgerät unter anderem ein Handsprechfunkgerät. Zur weiteren Verbesserung der Verkehrsicherheit wurde das Fahrzeug am Heck mit einer zusätzlichen Rundumkennleuchte ausgestattet.

Erster Vorsitzender Thomas Weber dankte anlässlich der Schlüsselübergabe an Arzells Wehrführer Lukas Giebel und die aktiven 35 Kameradinnen und Kameraden in der Arzeller Einsatzabteilung allen Spendern und Mitgliedern, die diese Anschaffung ermöglicht haben. Weber erinnerte daran, dass dies bereits das fünfte Fahrzeug ist, das in vollem Umfange ohne öffentliche Fördermittel durch die Vereinskasse sowie Spenden der Arzeller Unternehmer, Geschäftsleute und Vereinsmitglieder finanziert wurde. Dem Gemeindevorstand der Marktgemeinde Eiterfeld, Eiterfelds Bürgermeister Hermann-Josef Scheich und Eiterfelds Gemeindebrandinspektor Stephan Heimeroth dankten Thomas Weber und Lukas Giebel für die Bereitschaft, das Fahrzeug über die Marktgemeinde Eiterfeld zulassen und versichern zu können. Die Kosten werden der Marktgemeinde vollumfänglich durch die Vereinskasse der Freiwilligen Feuerwehr Arzell erstattet.

 
Fahrzeugart:   Gerätewagen (GW)
 
Rufname:   Florian Eiterfeld 2/59
Fahrgestell:   Iveco S1
Antriebsart:   Straße
Baujahr:   2003
Motor:   Diesel
Hubraum:   2286 ccm
Motorleistung:   71 kW (97 PS)
Aufbau:   Merkel
Zul. Gesamtgewicht:   3500 kg
Besatzung:   1:6
Zusatzbeladung:   Fahrzeugfunk
1 Handfunk
Verkehrsleitkegel
3 Pulver-Feuerlöscher
Ölbindemittel
2 Streugeräte für Ölbinder
Kartenmaterial
2 PowerMoon
Wechselbeladung nach Bedarf

MTF (außer Dienst)

Mit Anschaffung des Gerätewagen wurde das MTF im Herbst 2015 außer Dienst gestellt. 

 

Fahrzeugart: Mannschaftstransportfahrzeug (MTF)
Rufname: Florian Eiterfeld 2-19
Fahrgestell: Ford Transit M 300
Antriebsart: Straße
Baujahr: 2001
Motor: TDE Diesel 4Zylinder
Hubraum: 1998 ccm
Motorleistung: 63 kW (85 PS)
Aufbau: Merkel
Zul. Gesamtgewicht: 3500 kg
Besatzung: 1:8
Zusatzbeladung: FuG 8
2 FuG 10
8 Verkehrsleitkegel
2 Handscheinwerfer
2 Pulver-Feuerlöscher
Ölbindemittel
Kartenmaterial
Atemschutzüberwachungstafel

Modul Sandsäcke

Wie bereits im Modul Hochwasser erwähnt wurde, hat sich die Feuerwehr Arzell auf Hochwasser- bzw. Überschwemmungsbekämpfung spezialisiert.
Aus diesem Grunde hält die Wehr auch einen Vorrat an gefüllten und ungefüllten Sandsäcken bereit, um bei Überschwemmung unmittelbar gefährdete Wohnhäuser vor eindringendem Wasser zu schützen.
Alle Arzeller Bürger, die Bedarf an solchen Säcken haben, können in einer Gefahrensituation über die Telefon-Nummer: 112 die Sandsäcke anfordern.
Die gefüllten Sandsäcke sind sofort verfügbar. Die ungefüllten Sandsäcke können innerhalb kürzester Zeit durch den beim Feuerwehrhaus Eitefeld zentral gelagerten Sand gefüllt werden.
Das Modul Sandsäcke setzt sich folgendermaßen zusammen:
  • 750 gefüllte Sandsäcke (mittelgroß)
  • 1000 ungefüllte Sandsäcke (mittelgroß)
  • 1000 ungefüllte Sandsäcke (groß)

Modul Powermoon

Das Modul Powermoon®  der Feuerwehr Arzell besteht aus zwei Powermoon®-Beleuchtungsgeräten und zwei 3-Bein Stativen. Ein Stativ kann bis zu einer Höhe von 5,50 Metern ausgefahren werden, das andere Stativ bis zu einer Höhe von 8,40 Metern.

Auf den nachfolgenden 4 Bildern ist sehr gut zu sehen, wie bei Dunkelheit eine großflächige und gleichmäßige Ausleuchtung gewährleistet wird.

Fotos: Karl-Heinz Burkhardt

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Modul Ölspur

Da in den letzten Jahren die Technische Hilfeleistung, besonders die Ölspurbeseitigung, Schwerpunkt der Einsätze geworden ist, hat sich die Arzeller Wehr auch hierauf spezialisiert.
Da eine Ölspur immer eine akute Gefahr sowohl für die Auto- und besonders Motorradfahrer, als auch für die Wehrleute, die sich im unmittelbaren Gefahrenbereich auf der Straße aufhalten, muss die Ölspurbeseitigung möglichst schnell und sicher von statten gehen.
Da durch das Abstreuen mit bloßer Hand die Menge an Ölbindemittel nicht gut dosiert werden kann, hat sich die Feuerwehr Arzell zwei Abstreugeräte angeschafft. Die nun bessere Dosierung hat sowohl den Vorteil, dass sie schneller von statten geht und gleichzeitg auch Ölbindemittel einsparrt, da nicht mehr als notwendig auf die die Ölspur gestreut wird.

Beladung:

  • 2 Ölspurabstreugeräte
  • 1 Behälter zur Aufnahme von verschmutzen Ölbindemittel
  • Mehrere Sack Ölbindemittel Terraperl
  • 5 Besen
  • 2 Schaufeln
  • Gerätschaften zur Verkehrsabsicherung

Modul Jugendfeuerwehr

In den Frühjahr- und Sommermonaten ist die Jugendfeuerwehr Arzell jede Woche mehrmals mit Wettkampfübungen beschäftigt.
Der Jugendfeuerwehrleute üben hierfür auf einer neben dem Arzeller Bolzplatz gelegenen Wiese. Da für diese Übungen auch eine Menge Material benötigt wird, wurde eigens das Modul Jugendfeuerwehr geschaffen. Von nun an war es nicht mehr nötig, die erforderlichen Schläuche, Lampen, Strahlrohre und Pumpen aus dem TSF/W zu entnehmen. Da die Jugendfeuerwehr nur Trockenübungen macht, hat sie somit alle ausgemusterten bzw. defekten Schläuche, Strahlrohre und Handlampen bekommen.
Dieses Modul hält somit das TSF/W immer einsatzbereit, weil keine Materialien fehlen und es ist immer schnell be- und entladen.

 

Beladung:

  • 7 C-Schläuche
  • 1 B-Schlauch
  • 5 Handlampen
  • 3 MZ-Strahlrohre
  • 3 Schlauchalter
  • 1 „Übungs-TS“

Modul Hochwasser

Wegen der heftigen Niederschläge und damit teils verbundenen Überschwemmungen in den letzten 15 Jahren (Hochwasser 2002) im Ortsbereich von Arzell, hat sich die Feuerwehr Arzell besonders auf die Hochwasserbekämpfung spezialisiert. Neben der im TSF/W verbauten Tauchpumpe und TS, hat sich der Verein entsprechend zusätzlich ausgerüstet und kann nun mit den Bestandteilen des Moduls „Hochwasser“ an vielen Stellen gleichzeitig Hilfe leisten.
Beladung:
  • 2 Wasserstrahlpumpen
  • 1 Tauchpumpe
  • 3 Watthosen
  • 1 Standrohr
  • 1 Unterflurhydrantenschlüssel
  • 4 B-Schläuche
  • 6 C-Schläuche
  • 2 Arbeitsleinen
  • 2 Schaufeln
  • 2 Besen
  • 1 Wasserscharber
  • 1 Öl/Wassersauger

Feuerwehrhaus

Das Gerätehaus in der Form, in der es aktuell existiert, wurde am  03. Dezember 1995 offiziell eingeweiht.. Ein hohes Maß an Idealismus, Leistungsbereitschaft und Kameradschaft waren es auch hier, die wie bisher bei allen Anschaffungen, Unterhaltungs- und Baumaßnahmen, zu immensen Eigenleistungen geführt haben.

Am 11. Juli 1995 begannen die Mitglieder der Einsatzabteilung mit einem Anbau an die bestehende Fahrzeugbox aus dem Jahre 1973. Innerhalb einer relativ kurzen Bauzeit von nur viereinhalb Monaten hatten die Aktiven mit Eigenleistungen von rd. 2500 Stunden die Baumaßnahme verwirklicht und zum Abschluss gebracht. Die insgesamt von der Wehr erbrachten Eigenleistungen von rd. 50 000, – DM waren damit ca. 13 000,- DM höher ausgefallen als ursprünglich geplant. Grund hierfür war, dass es sich während der Bauphase ergab, dass das gesamte alte undichte Flachdach per Hand abgetragen und eine neue Zwischendecke eingezogen musste. Der Wehr kam bei der Durchführung zugute, dass alle maßgeblichen Berufe in der Wehr vertreten sind und die Organisation und Durchführung der notwendigen Vorbereitungen und Arbeiten ebenfalls in den Händen der Wehrleute lagen Egal ob Elektro-, Installations- und Malerarbeiten, ob Estrich-, Fliesen-, Schreiner- oder Mauerarbeiten, es gab keinerlei Probleme in der Bauausführung.

Knapp 2 500 Stunden Eigenleistung innerhalb von nur 5 Monaten bedeuteten jedoch für die meisten Mitglieder der Einsatzabteilung in dieser Zeit keine freien Samstage, arbeitsreiche Feierabende bis hin zum Verbringen des Jahresurlaubes an der Baustelle. Dies alles war auch nur möglich, weil Familien, Ehepartner und Freunde den Aktiven Verständnis entgegenbrachten und sie technisch unterstützten und an der Baustelle versorgten.

Das Ergebnis dieser Aktivitäten kann sich sehen lassen. Die seit1978 durch das Flachdach des alten Feuerwehrgerätehauses eindringenden Regengüsse gehören seit dem Um- und Erweiterungsbau der Vergangenheit an. Die Nutzfläche hat sich von ehemals 70 Quadratmetern auf jetzt 150 vergrößert. Ausrüstungsgegenstände und Übungsgeräte sind nicht mehr auf das Backhaus, die Scheune eines Landwirts und das alte Gerätehaus verteilt, sondern ordnungsgemäß im Feuerwehrhaus aufbewahrt und verfügbar. All dies war nur möglich geworden, indem die Verantwortlichen bei der Gemeinde, dem Landkreis und dem Land das Engagement der Arzeller Feuerwehrangehörigen erkannt und durch die Bereitstellung der nötigen Zuschüsse gewürdigt haben.